Was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen...
Inhalt:
Rhine 16 Jahre ist von den Mädchensammlern geschnappt worden, wie duzende andere Mädchen neben ihr. Sie werden zu Bräuten. Jugendliche Kids die wie Schlachtvieh zum Altar gezwungen werden, um dann Kinder zu kriegen und mit 20 an dem Virus zu sterben. Alle Mädchen sterben mit 20, nur die Jungs werden 25. Keiner weiß wieso? Keiner findet ein Mittel gegen das Massensterben! Es fing alles damit an, dass einfach nur ein Heilmittel gegen Krebs gefunden wurde, vor 50 Jahren. Vor 3 Generationen! Nur die 1. Generation scheint Unsterblich zu sein, um alt werden zu dürfen. Rhine's Hausverwalter und zukünftiger Ehemann heißt Linden, er ist 21 Jahre alt, laut Lady Rose - Lindens wahre Liebe, sei Rhine perfekt. Denn beide haben nur noch 4 Jahre zu Leben, für sie allerdings Lady Rose, ist die Zeit abgelaufen, sie ist nun 20 Jahre alt, und der Virus nagt gewaltig an ihr. Das einzige was Rhine irgendwie oben hält ist der Gedanke an Rowan ihren Zwillingsbruder, der nach den Tod der Eltern ihr einziger Halt war und ist. Sie muss weg hier, und zurück zu Rowan, aber wie? Und dann ist da noch der Diener Gabriel? Kann man ihn trauen? Könnte er ihre Hilfe zur Flucht sein? Aber da ist noch Lindens Vater - Vaughn, er strahlt alles Böse aus. Ihn muss man fürchten...Meine Meinung:
Dies ist das Debüt der US-Autorin Lauren Destefano, und soll laut cbj Verlag eine Trilogie werden. Hierbei handelt es sich um eine Dystopie, wie wir sie schon von den 'Hunger Games' oder auch ' Die Tribute von Panem' - 'Neva' - 'Die Auswahl' - 'Seelen' oder 'Die Stadt der verschwundenen Kinder' her kennen.
Es fängt auch gleich in der Geschichte selbst spannend an, keine große Einführung, sondern vielmehr lässt die Autorin die Infos in die laufende Geschichte einfließen. Somit sind wir unmittelbar in der Geschichte drinne.
Die Geschichte selbst ist in der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin Rhine verfasst, und gibt dem Leser sofort Einblick in ihre Gedanken. So bekommt man auch eine bessere Vorstellung, wie sie in ihre jetzige Lage gekommen ist.
Rhine als Hauptcharakter ist gerade am Anfang überhaupt nicht einschätzbar. Einerseits, ist sie Aufgrund ihrer Vorgeschichte eine Starke Persönlichkeit, setzt mir diese aber nicht zu ihren Gunsten ein, sondern verfällt zu sehr ihren Gefühlen und zeigt damit mehr schwäche. Ich hätte sie daher öfters gerne mal aus dem Buch gezogen und einfach nur geschüttelt, und angeschrien 'Mach doch endlich mal, denke nicht nur, HANDEL, plane, Weihe ihn ein und Haue endlich ab da!' und dann kommt die nüchterne Erkenntnis, dass es eigentlich doch gar nicht so einfach ist, genau das Zutun! Und man sieht als Leser ein, so schwach wie man sich Rhine noch 10 Seiten zuvor vorstellte, ist sie doch in Wirklichkeit gar nicht. Denn warum sollten Gefühle die einen Menschen ausmachen, weiterhin als Klischee - schwäche gelten? Wenn es taktisch gesehen, doch ehr eine Stärke ist.
In genau diesen Moment meiner Erkenntnis, sah ich Rhine als Charakter anders an. Sie war sympathischer, herzlicher und eine so Starke Persönlichkeit, dass ich mich immer tiefer und besser in sie hereinversetzen konnte.
Was mir mehrfach allerdings Negativ aufgestoßen war, ist der Teilweise unflüssige Übergang. In der einen Zeile war man noch mitten in einem Raum, und hat sich unterhalten mit einem Nebenprotagonisten und eine Zeile drunter, war schon die nächste Nacht, oder Tag. Das war irreführend und hat der Geschichte etwas genommen. Es wäre schon Informativ gewesen, zu wissen das Beispielsweise [...] den Raum verlassen hat, und Rhine vielleicht ins Bett ging. Anstatt einen radikaler Abbruch, wo man erst einmal aus dem Kopfgeschmissen wurde, um zu verstehen was da nun geschehen war, dies unterbrach den lesefluss.
Zu Gabriel und Rhine als Vertraute, Paar? Fehlte mir ein wenig die Tiefe. Man merkt schon, dass Gabriel irgendwo Interesse an Rhine zeigt, aber ich hätte mir mehr Anzeichen und Gefühl in der Hinsicht gewünscht. Es war bis zur Mitte des Buches doch alles sehr Oberflächlich, nahm dann aber leicht an fahrt zu, und wurde ein ticken besser. Dennoch nicht so, dass es mich 100% befriedigen konnte.
Ebenfalls fehlte mir die Spannungsteigerung, das Buch selbst hielt sich die ganze Zeit auf einem Level und steigerte sich keineswegs. Selbst zu den letzten 100 Seiten fehlte mir das Gribbeln, dem Finale entgegen Fiebern.
Zum Humor, hatte ich immer mal ein paar Lacher. Besonders wenn die 3 Ehefrauen aufeinander Hockten und nichts mit ihrer Zeit anfangen konnten. Ja, dann war ihre weibliche Strategie, Linden um den Finger zu wickeln eigentlich immer einen Lacher wert.
Fazit:
Im großen und ganzen, ein Nettes Buch für nebenbei, wenn man nicht größere Ansprüche stellt. Und damit Leben kann das ein Suchtfaktor ausbleibt, ist dieses Buch genau das Richtige.
Ansonsten leider nichts was hervor sticht und einem die nötige Tiefe vermittelt. Schade!
Bewertung:
Von mir gibt es

Danke nochmals an den Bertelsmann Verlag (cbj Verlag) für die Bereitstellung des Leseexemplars und der super tollen Leserunde, hat sehr viel Spaß gemacht!
P.S. zum Thema Überschrift - Songtext (Was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen) von Söhne Mannheims, kam mir irgendwie beim lesen in den Kopf und ich bekam es nicht raus. Daher empfand ich diesen als für mich die passende Überschrift ...
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